SORMAS-X Datenschutz: Einzelne Themen (4)

Im vierten Teil der Reihe zu SORMAS-X Datenschutzthemen geht es heute um die Schnittstellen. Anhand der Thematik der Anbindung externer Applikationen an SORMAS über eine offene Schnittstelle erörtere ich grundsätzliche Fragen der Organisation eines Digitalisierungsprojekts.

Erlösung durch Technik?

Im Verlauf der Pandemie kamen immer mehr technische Lösungen auf den Markt, die versprachen, uns mit technischen Mitteln aus der Pandemie zu erlösen. In der Regel waren es eher Lösungsversuche als tatsächlich funktionierende und überzeugend ausgearbeitete Lösungen. Die Luca App ist nur das bekannteste Beispiel dafür.

Im SORMAS@DEMIS Projekt standen wir vor dem Problem, dass viele Gesundheitsämter diese Lösungen einsetzen und in SORMAS integrieren wollten. Die Anfragen landeten auf den Schreibtischen des Datenschutzteams mit der Aufforderung, mal schnell zu den Datenschutzthemen Stellung zu nehmen. Mangels einer anderen Möglichkeit sollten alle externen Applikationen über die offene Schnittstelle, die sog. Rest API mit SORMAS verbunden werden.

Das Spiel verderben

Ich habe in diesem Zusammenhang viele gruselige Tatsachen über die Verbindung von Systemen über offene Schnittstellen gelernt. Im Ergebnis waren wir in Bezug auf die Anbindung von externen Applikationen an SORMAS immer, was ich ungerne bin. Spielverderberin aus Sicherheitsgründen. Die bessere Alternative, eine sichere Lösung zu entwickeln, blieb unter den Anforderungen des Projekts auf der Strecke.

Produktentwicklung

Dieses Problem legte den Finger in eine Reihe von grundsätzlichen Schwierigkeiten im Projekt. Vieles davon wäre besser zu lösen gewesen, wenn das SORMAS@DEMIS Projekt nicht länger als ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt betrachtet worden wäre, sondern als eine Produktentwicklung. Die Entwicklung des Produktes Software SORMAS mit all seinen Facetten und Möglichkeiten sowie eingebauten Sicherheiten für Datenschutz und Informationssicherheit.

Zunächst ging es ja tatsächlich nur um die Vernetzung der Gesundheitsämter, um deren Ausstattung mit SORMAS-X, und die Schaffung einer Möglichkeit des automatisierten Datenaustausches zwischen den Gesundheitsämtern. Wäre es dabei geblieben, wäre die Frage der datenschutzfreundlichen Softwaregestaltung relativ überschaubar gewesen. Dann hätte man sich ein paar Gedanken machen müssen über die Verbindung der unterschiedlichen SORMAS-Instanzen zum Zwecke des Datenaustausches zwischen Gesundheitsämtern und das wäre dann auch schon fast alles gewesen. Durch die Dynamik der Entwicklung kamen dann aber hinzu: die Anbindung der anderen IfSG Fachanwendungen, die in den Ländern eingesetzt wurden, und auf deren Erhalt die Länder pochten. Zahlreiche Apps, die mit einer Art Heilsversprechen der technischen Lösung der Pandemieprobleme antraten (und politisch entgegen aller Vernunft gepusht wurden). Um nur ein paar zu benennen.

Anforderungen an Digitalisierungsprojekte

Dies hatte zur Folge, dass die zu lösenden Fragestellungen und datenschutzrechtlichen Anforderungen im Verlauf der Arbeiten sehr viel komplexer und sehr viel umfangreicher wurden. Insofern war es in Bezug auf die Schnittstellen auch nicht sehr verwunderlich, dass die Absicherung noch nicht so mitgedacht und umgesetzt war, wie sie es sein müsste. Der Ausgangspunkt des Projektes war ursprünglich ein ganz anderer.

Was wird in so einer Situation gebraucht?

Im ersten Schritt eine klare und zwischen allen Beteiligten abgesprochene Konzeption der verschiedenen Ausbaustufen der Software (hier SORMAS-X, aber auch jeder anderer Anwendung in der Entwicklung). Welche Zwecke soll eine Schnittstelle genau erfüllen? Welche Aufgaben sollen damit erledigt werden und durch wen?

Wenn diese Konzeption steht, kann im zweiten Schritt dazu übergangen werden, die Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit definieren.

Klar beschriebene Schritte

Die Umsetzung kann und darf dann nur auf der Grundlage der zuvor beschriebenen Schritte eins und zwei erfolgen. Klar ist, dass diese Schritte nicht immer perfekt zu trennen sind. Es muss aber auf jeden Fall gewährleistet sein, dass alle Beteiligten darauf hinwirken, nicht einfach auf Zuruf zu entwickeln und zu programmieren, sondern die Konzeption im Auge zu behalten und gegebenenfalls einzufordern.

Klar zugewiesene Verantwortlichkeit

Klare und transparente Verteilung von Verantwortlichkeiten zwischen den beteiligten Stellen. Festhalten derselben in einer internen Vereinbarung: wer ist für die Generierung von Testdaten zuständig? Wer verantwortet die Migration von Daten? Wer verantwortet die Umsetzung der Anforderungen an ein datenschutzfreundliches Technikdesign? (Um nur ein paar zu nennen).

Die Umsetzung dieser Vorgehensweise würde zu erheblichen Effizienzgewinnen führen, da in einem Projekt mit vielen Beteiligten nicht ständig diskutiert werden müsste wer gerade für Sicherheitsfragen zuständig ist, generell zuständig ist, oder zuständig sein sollte. Abgesehen von den Effizienzgewinnen wäre so auch eine Einhaltung der Vorgaben des Privacy by Design besser möglich. Die Frage, wer am Ende die Verantwortung für die Umsetzung des Privacy by Design und der Anforderungen des Art. 32 DSGVO im Rahmen der Softwareentwicklung hat, soll einem weiteren Artikel vorbehalten sein.

Weitere Artikel zum Datenschutz für die SORMAS-Software finden Sie u.a. hier und hier.

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Umzug

5 Jahre lang hat PrivCom Datenschutz in der Hallerstraße an der Kreuzung zur Hochallee "gewohnt"; jetzt lief unser Mietvertrag aus und seit Anfang der Woche finden Sie uns unter der folgenden Adresse:

Rothenbaumchaussee 165
20149 Hamburg.

Alle weiteren Kontaktdaten bleiben dieselben.

Hier grenzt ein recht großes Stück  Garten an die Büroräume, in dem man gerade jetzt im Sommer unter dem Sonneschirm gut sitzen kann. Kommen Sie gerne einmal vorbei!

 

 

PrivCom Datenschutz GmbH expandiert weiter

Nach Berlin folgt Nordrhein-Westfalen als neuer Standort

Hamburg/Berlin/Nordrhein-Westfalen, 21.Oktober 2014

Das Hamburger Unternehmen PrivCom Datenschutz GmbH berät und betreut bereits seit 2002 kleine, mittelständische und große Firmen in der gesamten Bundesrepublik. Gerade in den letzten Jahren allerdings stieg die Nachfrage enorm an, so dass die externen Datenschutzbeauftragten und -Beraterinnen der PrivCom dieser nun mit neuen Standorten entgegentreten.

Auf Berlin folgt Nordrhein-Westfalen; vor Ort verstärken neue Gesichter das Team um die Anwältinnen Dr. Bettina Kähler und Anna Cardillo.

In der Hauptstadt gibt es seit dem 1. September 2014 einen eigenen Standort. Ilona Pawlowska arbeitet hier als Beraterin und externe Datenschutzbeauftragte bei der PrivCom Datenschutz GmbH. Nachdem sie ihr internationales Studium der Rechtswissenschaften in Frankfurt, Berlin und Polen absolvierte, berät sie Unternehmen in Sachen Datensicherheit und -Schutz und arbeitet als externe Datenschutzbeauftragte. Darüber hinaus verstärkt die Anwältin Nathalie Grudzinski das PrivCom-Team als freie Mitarbeiterin. Zu ihren Schwerpunkten zählen insbesondere das IT-Recht, Gesellschafts- und Vertragsrecht sowie Datenschutzrecht, unter anderem in der Telemedizin (mobile health). Diese Themen spielen in der Beratung der Hamburger Datenschutzbeauftragten eine zunehmend größere Rolle - weshalb sich die PrivCom über die fachliche und lokale Verstärkung sehr freut.

In Nordrhein-Westfalen unterstützt die Anwältin und TÜV-zertifizierte Datenschutzbeauftragte Jutta Löwe das Team der PrivCom in ausgewählten Projekten. Sie berät und vertritt mit ihrer eigenen Kanzlei nicht nur Unternehmen ausschließlich in den Bereichen des IT-, Internet- und Datenschutzrechts, sondern hält zudem Vorträge und Schulungen u.a. zu Social Media und Cloud Computing. In Bezug auf Schulungen kann die PrivCom mit noch mehr tatkräftiger Unterstützung im Münsterland aufwarten: Frank Rohe schult bereits seit 2009, gleich mehrfach erhielt der Computerprofi die Auszeichnung zum "besten Office Trainer weltweit". Für die Firma New Horizons arbeitete er bis 2013, seitdem ist er selbstständig tätig.

So wächst und gedeiht das Team der PrivCom Datenschutz GmbH bundesweit. Der Hauptsitz und die Zentrale befinden sich weiterhin in Hamburg, die Teams vor Ort etablieren sich jedoch langsam, aber sicher.

PrivCom Datenschutz GmbH nun auch in Berlin

Expansion in die Hauptstadt, weitere Niederlassungen in Planung

Hamburg/Berlin, 25.8.2014

Die Hamburger Firma PrivCom Datenschutz GmbH hat nun auch eine Niederlassung in Berlin. Mit der Erweiterung der Geschäftsräume und einer neuen Ansprechpartnerin vor Ort setzen die Datenschutzberater ihre Erfolgssträhne der letzten Jahre fort und würdigen die erhöhte – bundesweite – Nachfrage.
Am 1. September 2014 bezieht die PrivCom Datenschutz GmbH ihre neuen Räume in der Winterfeldtstraße 1 in Berlin-Schöneberg. Bereits seit der Gründung im Jahr 2002 sind die Berater der PrivCom Datenschutz GmbH bundesweit aktiv und nehmen für ihre Kunden vor allem die Funktion des externen Datenschutzbeauftragten wahr. Die Auftraggeber sind Firmen jeglicher Größe: von kleinen über mittelständische Unternehmen bis hin zu großen Konzernen – Datenschutz geht jeden schließlich etwas an. Viele Ärzte, Krankenhäuser und medizinische Verbände wenden sich bereits vertrauensvoll an die Spezialisten, denn hier ist der korrekte Umgang mit sensiblen Daten besonders wichtig.

Mit der Niederlassung in Berlin werden sowohl die Erreichbarkeit als auch die Beratungskapazitäten erhöht.

Anna Cardillo, Rechtsanwältin und Geschäftsführerin der PrivCom Datenschutz GmbH, sagt: „Gerade in Zeiten der hohen Vernetzung bedeutet dieser Schritt für uns einen enormen Vorteil. Wir sind für Kunden in und um Berlin jetzt persönlich erreichbar und freuen uns, mit Ilona Pawloska eine kompetente Ergänzung unseres Teams gefunden zu haben." Die 29-jährige Juristin ist zertifizierte Datenschutzbeauftragte und setzt ihre Schwerpunkte IT- und Datenschutzrecht nun für die PrivCom ein.

Das Unternehmen feiert am 27. August sein 12-jähriges Bestehen und spürt seit geraumer Zeit die verstärkte Nachfrage in Sachen Datenschutzberatung. Im Juli 2013 wurden bereits in der Hansestadt neue Geschäftsräume bezogen – vom Stadtteil Altona ging es ins zentraler gelegene Viertel Rotherbaum. Im Laufe des letzten Jahres ergänzten zudem einige neue Gesichter das aus Juristen und IT-Spezialisten bestehende Team.

Auch in Zukunft will die PrivCom Datenschutz GmbH weiter expandieren, geplant ist zum Beispiel demnächst ein weiterer Standort in Nordrhein-Westphalen.

PrivCom Datenschutz GmbH - Erfahrung zeichnet uns aus.

Die PrivCom Datenschutz GmbH, Hamburg, wurde Ende 2002 vom ehemaligen Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar gegründet. Nach Schaars Berufung zum Bundesdatenschutzbeauftragten übernahm die Rechtsanwältin Dr. Bettina Kähler zum 1. November 2003 die Leitung des Unternehmens und führt seither das Team von Juristen und Informatikern.

Dr. Bettina Kähler ist Rechtsanwältin und langjährig erfahrene Datenschutzbeauftragte, Referentin in Seminaren zum Datenschutz und Vortragsrednerin. Sie ist beim Unabhängigen Landeszentrum für den Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) anerkannte Sachverständige für IT-Produkte (rechtlich und technisch) und in dieser Eigenschaft als Gutachterin in Gütesiegelverfahren nach Schleswig-Holsteinischem Landesrecht und nach Europarecht tätig, das Dienstleistungen und Projekte mit hohem Datenschutzstandard durch ein Zertifikat auszeichnet.

Seit dem 1. Juli 2013 ist Rechtsanwältin Anna Cardillo die zweite geschäftsführende Gesellschafterin der PrivCom Datenschutz GmbH. Bereits seit 2006 unterstützt sie das Unternehmen als Beraterin mit den Schwerpunkten Datenschutz und Compliance – Anfang 2013 übernahm sie eine leitende Funktion beim Ausbau des Unternehmens. Als geschäftsführende Gesellschafterin ist sie inzwischen auch für die Bereiche Personal, Marketing und Controlling zuständig.

Bei uns sind Sie in guten Händen. In Hamburg, Berlin und Münster

Unser Unternehmen berät große, mittlere und kleine Firmen sowie Organisationen der öffentlichen Verwaltung, Verbände u. ä. zu allen Fragen des Datenschutzes. Unsere größte Stärke ist die Verbindung von rechtlichen und technischen Lösungen, ohne die Datenschutz nicht effizient realisierbar ist.
Wir sind ein kleines Team mit vielen Jahren Erfahrung in Datenschutzfragen, die wir in persönlicher Beratung und Betreuung an unsere Kunden weitergeben. Mit unseren Kooperationspartnern verbindet uns eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit.

Unser Unternehmen ist in Hamburg beheimatet. Von hier aus beraten und betreuen wir Kunden in der gesamten Bundesrepublik; wir sind außerdem Ihr betrieblicher Datenschutzbeauftragter in Berlin und Münster.